Leitungen

Unsere Hochdruckrohre bestehen aus kaltverfestigtem rostfreiem Edelstahl. Im geglühten Zustand wären diese Werkstoffe relativ weich, 1.4571 hätte geglüht z.B. eine Streckgrenze von nur 220 N/mm². Durch Kaltziehen wird diese Streckgrenze auf 700 bis 800 N/mm², bei einigen neueren Werkstoffen sogar auf 1200 N/mm², erhöht.
Um diesen Zustand zu erhalten, dürfen die Rohre nicht über 700°C erwärmt werden. Sie dürfen folglich nicht geschweißt oder warm gebogen werden. Obwohl es relativ wenig Ausfälle in Biegungen gibt, sollte der Biegeradius mindestens dem sechsfachen Rohrdurchmesser entsprechen.

Leitung

Wir haben unsere Hochdruckrohre nach strikten Spezifikationen herstellen lassen. Diese umfassen im Wesentlichen die folgenden Gruppen:

  • Mechanische Werkstoffeigenschaften
  • Innen- und Außenoberflächenqualität
  • Chemische Werkstoffeigenschaften
  • Mechanische Werkstoffprüfung

 

Der Probedruck über den Betriebsdruck hinaus sollte nach Rücksprache entsprechend den Einsatzbedingungen gewählt werden, da in den meisten Fällen bereits eine – manchmal erwünschte – Materialverfestigung stattfindet. Für einige Einsatzfälle – z.B. bei starken Druckschwankungen – ist es sinnvoll, die Rohre zu autofrettieren. Wir geben Ihnen hierüber gerne weitere Auskünfte. Wir können auf Wunsch auch Rohre aus anderen Werkstoffen liefern.

 

Wir liefern Hochdruckanschlüsse für 60° und für 120° Konen. Die 60° Konen sind ein weltweiter Standard. Die 120° Konen noch relativ neu. Sie haben folgende Vorteile:

  • Sie dichten, vor allem bei höheren Drücken, besser ab.
  • Der Konus ist kürzer und stabiler.
  • Die Tendenz der Rissbildung beim 60° Konus durch die Keilwirkung des spitzeren Winkels wird durch eine stabilisierende Wirkung ersetzt.
  • Die Herstellung ist einfacher. Der Materialabtrag reduziert sich um bis zu 77% gegenüber dem eines 60°-Konus.
  • Ein einziges Konusschneidmesser kann für alle Rohrdurchmesser verwendet werden.

Um eine Verschraubung zu fertigen, muss ein Rohr mit einem Konus und einem Gewinde versehen werden. Mit einem Rohrbiegewerkzeug kann das Rohr in die gewünschte Form gebogen werden. Beschädigte Konen können mittels eines Konusnachbearbeitungswerkzeuges nachbearbeitet werden. Näheres über die Werkzeuge erfahren Sie im Bereich Zubehör.

Das Rohr wird mit einem Druckring und einer Druckschraube versehen und kann dann drehfrei in das Gegenstück geschraubt werden.

Falls stärkere Vibrationen oder Druckschläge auftreten, sollte eine Vibro-Verschraubung verwendet werden. Näheres über die Vibro-Verschraubung erfahren Sie im Bereich Verschraubung.

 

Unser Rohrsortiment umfasst:

  • Drücke bis 14.000 bar
  • Nennweiten von 0,6mm bis 23,8mm
  • Rohre in Längen von 4-7m, kürzere Stücke auf Wunsch

Katalog

Rohre

Rohrnippel