Verschraubungen

Unsere Hochdruckverschraubungen bestehen serienmäßig aus rostfreien, martensitischen Edelstählen wie 1.4542 (17-4 PH), 1.4548 (15-5 PH) oder 1.4534 (13-8 Mo). Diese verfügen über wesentlich höhere Streckgrenzen als die üblichen kaltverfestigten austenitischen Stähle. Die höheren Streckgrenzen unserer Verschraubungen und Ventile bringen nicht nur einen höheren Berstdruck, sondern auch eine höhere Lastwechselbeständigkeit und bessere Dichtwirkung mit sich.

Beim Einsatz von Wasserstoff setzen wir druckwasserstoffbeständige Stähle ein. Beim Einsatz von Sauerstoff setzen wir speziell gereinigte Komponenten ein.

Sämtliche Verschraubungen und Ventile werden mit Druckschrauben und Druckringen geliefert. Für sämtliche Rohrgrößen stellen wir alle gängigen Verschraubungen her.

Unsere Hochdruckverschraubungen gibt es in vier Ausführungen:

  1. Zölliges Gewinde, 60° Konus
  2. Zölliges Gewinde, 120° Konus
  3. Metrisches Gewinde, 60° Konus
  4. Metrisches Gewinde, 120° Konus

 

Die 60° Konen sind ein weltweiter Standard. Sie dichten Drücke bis 4.000 bar bei der Verwendung von Rohrdurchmessern bis 9/16“ (14,3mm) einwandfrei ab. Bei 9/16“ Rohren gibt es bei häufigen Lastwechseln gelegentlich Probleme.

 

Die 120° Konen haben folgende Vorteile:

  • Sie dichten, vor allem bei höheren Drücken und größeren Rohrdurchmessern, deutlich besser ab.
  • Der Konus ist kürzer und stabiler.
  • Die Tendenz der Rissbildung beim 60° Innenkonus durch die Keilwirkung des spitzen Winkels wird durch eine stabilisierende Wirkung durch positiven Druck des 120° Konus ersetzt.
  • Die Herstellung ist einfacher. Es muss nur ein Drittel der Materialmenge gegenüber einem 60° Konus zerspant werden.
  • Ein einziges Konusschneidmesser kann für alle Rohrdurchmesser verwendet werden.
  • Die Dichtfläche, und damit die Belastung der Druckschraube, ist ca. 30% kleiner, da der Konus bis zur Rohrbohrung durchgeht und somit die Stirnfläche entfällt.

Um eine Verschraubung zu fertigen, muss ein Rohr mit einem Konus und einem Gewinde versehen werden. Mit einem Rohrbiegewerkzeug kann das Rohr in die gewünschte Form gebogen werden. Beschädigte Konen können mittels eines Konusnachbearbeitungswerkzeuges nachbearbeitet werden. Näheres über die Werkzeuge erfahren Sie im Bereich Zubehör.

Das Rohr wird mit einem Druckring und einer Druckschraube versehen und kann dann drehfrei in das Gegenstück geschraubt werden.

Falls stärkere Vibrationen oder Druckschläge auftreten, sollte eine Vibro-Verschraubung verwendet werden. Näheres über die Vibro-Verschraubung erfahren Sie in unserem Verschraubungs-Sortiment, welches unten aufgeführt ist.

Unser Verschraubungs-Sortiment beinhaltet:

Unsere metrischen Druckschrauben verfügen zur Kennzeichnung über eine Kerbe am Sechskant, unsere zölligen über zwei Kerben. Die Innengeometrie ist mit denen der größeren amerikanischen Hersteller identisch, so dass auch deren Druckringe eingesetzt werden können. Gefertigt werden unsere Druckschrauben aus 1.4401.

Katalog: Alle Verschraubungen

Die von uns hergestellten Druckringe haben im Gegensatz zu denen der Konkurrenz Schlüsselflächen auf dem äußeren Mantel. Dies erleichtert die Montage und Demontage der Druckringe mithilfe eines Schraubenschlüssels. Unsere Druckringe sind mit fast allen gängigen Hochdruckverschraubungen austauschbar. Außerdem werden unsere Druckringe aus 1.4404 gefertigt.

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Ermöglicht eine Leitungsführung von 90°. Besonders geeignet bei begrenzten Raumverhältnissen. Winkel mit gleichen Anschlüssen auf beiden Seiten sind für alle gängigen Drücke erhältlich. Spezielle Versionen mit verschiedenen Anschlüssen oder für andere Drücke auf Anfrage. Winkelstück sind grundsätzlich mit Rechts- und/oder Linksgewinden erhältlich.

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Zur Verbindung von drei Komponenten auf begrenztem Raum ohne Hochdruckrohre. Erhältlich mit Rechts- und/oder Linksgewinden.

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Vibrationen, häufige Lastwechsel und Bewegungen des Rohres, z.B. bei Rohrspiralen, können dazu führen, dass Dichtkonen der Rohre und Sitze beschädigt und die Gewinde der Rohre an ihrem Ende abreißen. Mit Vibrotight-Verschraubungen passiert dies nicht. Wir halten diese auch für wirksamer als Dichtringe, die in der Druckschraube hinter den Druckring gesetzt werden oder besonders Druckringe, die gleichzeitig das Rohr klemmen sollen. Der Grund liegt in der Trennung von Druckschraube und Klemmring, die zudem mit unterschiedlichen Drehmomenten angezogen werden.

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Kurzverbindungen erlauben eine kompakte, stabile Verbindung von zwei Hochdruckkomponenten.
Eine Kurzverbindung ist mit einem Rechts- und einem Linksgewinde versehen. In der Kurzverbindung liegt lose ein Rohr, das sich beim Anziehen nicht mit dreht. Die Kurzverbindung wird gleichweit in beide Teile geschraubt und zieht diese zusammen. Wenn beide Teile über Rechtsgewinde verfügen, wird die Version mit dem „Rechts-Links-Adapter“ eingesetzt.

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Die Schottverschraubung stellt in der Regel die Außenverbindung eines Systems dar. Unsere Konstruktion ermöglicht die Schottverschraubung mit einem sehr geringen Aufwand stabil herzustellen. Sie wird in der Regel mit drei 1mm starken Scheiben geliefert. Je nach Wandstärke (1, 2 oder 3mm) wird eine Scheibe weggelassen. Schottverschraubungen für andere Wandstärken, etwa für Polycarbonatscheiben, sind auf Anfrage erhältlich. Gefertigt werden unsere Schottverschraubungen aus dem Werkstoff 1.4542 (17-4 PH).

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Berstscheiben sind Überdrucksicherungen, die für nahezu sämtliche Drücke unseres Programms eingesetzt werden können. Die Vorteile bestehen in einem relativ günstigen Preis, einer geringen Baugröße und einem verzögerungsfreien Ansprechen.
Die Nachteile im Gegensatz zu Überdruckventilen bestehen darin, dass der Berstdruck mindestens 30% über dem Betriebsdruck liegen muss. Bei abnahmepflichtigen Anlagen muss der zulässige Betriebsdruck dem Berstdruck der Anlage entsprechen. Dies bringt erhebliche Mehrkosten mit sich. Nach jedem Ansprechen muss eine neue Berstscheibe eingesetzt werden. Die Berstscheiben können auch bei normalen Betriebsdruck nach einiger Zeit durch Ermüdung bersten. Wir haben uns daher bemüht Überdruckventile herzustellen, deren Kosten in der Größenordnung von Berstscheibensicherungen liegen.

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Die Auswahl des richtigen Filters erfordert Sachkenntnis. Wir bieten Filter für jede Druckstufe und Nennweite unseres Programms an. Wir verwenden grundsätzlich keine Sintermetallfilter, da sie mehr schaden als nutzen. Die Auswahl des Filters richtet sich nach folgenden Kriterien:

  • Betriebsdruck
  • Durchsatz l/min.
  • Medium
  • Temperatur
  • Erwartete Verschmutzung des Fluids
  • Empfindlichkeit der Produkte auf Verschmutzung
  • Wird eine Verschmutzungsanzeige benötigt?
  • Wird ein Vorfilter benötigt?

Da ein Filterelement in der Regel nicht alle Schmutzpartikel entfernt, setzen wir gerne zwei Filterelemente in Reihe ein, oft auch in einem Gehäuse.

Eine häufige Problemstellung liegt auch darin, das mit einem sauberen Fluid ein möglicherweise verschmutztes Teil abgedrückt wird und daher nur der Rücklauf gefiltert werden soll. Für diesen Fall bieten wir Filter mit eingebauten Rückschlagventilen an.

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